Historie
Die CK Gruppe kann auf eine 100-jährige Historie zurückblicken, die sich vor allem auf zahlreiche Münchner Firmen der Unternehmerfamilie stützt, die heute alle zum Firmenverbund einer Familienholding gehören.
Vom Handwerk zum Investment
Die Geschichte der CK Unternehmensgruppe
Die Gründungsjahre
FRANZ LEHNER sen.
Die Ursprünge reichen zurück bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Geschichte begann in Moosach, einem Stadtteil von München. Dort gründete
an der Dachauerstr. 457 eine Firma für Dienstleistungen rund ums Auto. Das Gelände ist noch heute im Eigentum der Unternehmerfamilie. Von Anfang an spielten die Unternehmerfrauen eine wichtige Rolle in der Firmengeschichte. Franz Lehners Frau Maria hatte damals den finanziellen Grundstein für die Unternehmensgründung legen können. Sie war bis zu ihrem Tod unternehmerisch aktiv.
Die Firma betrieb in den folgenden Jahren auch schon Sand- und Kieswerke und führte Transporte von Sand und Kies durch.
Die zweite Generation gründet ebenfalls
FRANZ LEHNER jun.
Nach dem Krieg wurde zwischen 1945 und 1947 der erste Generationenwechsel eingeläutet. Sein Sohn Franz Lehner jun. gründet am 16. August 1945 die Firma Bayerische Transport Union GmbH und übernimmt einen Teil der Anteile der Firma Lehner. Von diesem Zeitpunkt an sind Vater Franz, Mutter Maria und Sohn Franz -immer wieder in unterschiedlichen Konstellationen- an den beiden Firmen beteiligt und bilden bis zum Tod von Franz Lehner senior im Jahr 1952 ein gut funktionierendes Gespann.
Die Bayerische Transport Union wurde als Transportunternehmen gegründet und hatte sich anfangs auf den Transport Fleisch und Bier (v.a. für die Firma Löwenbräu) konzentriert.
Im Jahr 1954 erschloss man mit dem Transport von Silozement ein höchst erfolgreiches Geschäftsfeld, das den Grundstein für das heutige Firmenvermögen legen sollte. Lukrative Rahmenverträge mit den großen Zementfirmen führten dazu, dass das Unternehmen stetig wachsen konnte und sich zu einer Spedition entwickelte, die vor allem den süddeutschen Raum mit Baumaterialien versorgte. Nebenbei wurden mehrere Kieswerke im Norden von München betrieben. Das größte davon befand sich in Unterschleißheim auf dem heutigen Gewerbegebiet Hartwiesen.
Die dritte Generation betritt die Bühne
TRAUDL RUHNKE
Der Tod von Maria Lehner im Jahr 1964 führte zur nächsten gravierenden Änderung der Gesellschafterverhältnisse. Von nun an waren die Hauptgesellschafter Franz Lehner und seine Tochter Traudl, die nun mit 25% an der BTU beteiligt war.
1977 wurde man Vertriebshändler für den amerikanischen LKW-Hersteller „MACK Trucks“. Dieses Geschäft wird wenige Jahre später jedoch wieder eingestellt.
Firmenumzug, Vergrößerung und Rückzug
1982 übersiedeln die Firmen Lehner und BTU vom Standort Moosach nach Unterschleißheim Hartwiesen. Der Abbau von Kies befand sich hier in den letzten Zügen. Das Grundstück wurde sukzessive wieder befüllt und zum heutigen Gewerbegebiet Hartwiesen entwickelt. Franz Lehner zieht sich mit 62 Jahren vom operativen Geschäft zurück und übergibt die Geschäftsführung an seinen Schwiegersohn Klaus Ruhnke. Sein Einfluss sollte jedoch noch lange deutlich spürbar bleiben.
Zwischen 1970 und 1996 kam es immer wieder zu Firmengründungen mit unterschiedlichen Geschäftszweigen und Partnern. Dazu zählten u.a.
- die Firma CEDAS (Datenverarbeitung),
- der Südbayerische Betonpumpenverleih SBV,
- die Firma BTU Hartmeier Entsorgungs GmbH & Co KG (Entsorgung von Baumaterialien, Containerdienste)
- die Münchner Kies Union MKU und
- die Münchner Kies-und Sandgewinnungs GmbH MKS (Kieswerk Eching).
Mitte der 90er war das Familienunternehmen zu einer beachtlichen Unternehmensgruppe herangewachsen. Circa 450 Menschen arbeiteten für die zahlreichen Firmen der damaligen „BTU-Gruppe“. Doch schon wenige Jahre später startete ein Umstrukturierungsprozess, der bis heute anhält. Man entschied sich sukzessive aus den hoch operativen Geschäften auszusteigen und vermehrt im Bereich Gewerbeimmobilien tätig zu sein. Man trennte sich dazu zunächst vom Speditions- und Betonpumpengeschäft, verkaufte die Anteile an BTU Hartmeier im Jahr 2008 und im Jahr 2016 zog man sich komplett aus dem Kiesgeschäft zurück.
Die BTU-Gruppe heute
Das Gelände Hartwiesen in Unterschleißheim hatte sich inzwischen zu einem großen Gewerbegebiet entwickelt, das heute den Kern des Familienunternehmens bildet. Die immer noch selbst betriebene LKW-Dieseltankstelle erinnert an die Ursprünge des Unternehmens. Die Zufahrtstraße zum Gelände trägt auf Wunsch der Stadt Unterschleißheim den Namen des Unternehmensgründers Franz Lehner (jun.).
2022 verstirbt Traudl Ruhnke und vermacht ihre Firmenanteile ihren Töchtern Cornelia und Katja, sowie den Enkeln Lukas, Maximilien, Lilian und Charlien.
2025 wird die CK Venture Capital Teil der Unternehmensgruppe. Die von Cornelia Hörl und Katja Ruhnke gegründete Firma investiert in innovative, impactgetriebene Startups Unternehmen. Der CK Workspace, der im Verwaltungsgebäude Hartwiesen angesiedelt ist, sieht sich als Bindeglied zwischen Old und New Economy. Die ehemalige BTU-Gruppe heißt von nun an CK Gruppe.
Nach 100 Jahren Firmengeschichte ist aus dem ursprünglichen Auto-Dienstleister ein Family Office mit dem Schwerpunkt Immobilien und Unternehmensbeteiligungen geworden.
Der Unternehmenszweck der Ursprungsfirma hat sich geändert, doch was unverändert geblieben ist, ist eine Unternehmermentalität, die geprägt ist von der Freude am Gründen, dem Wunsch nach Erfolg und dem Wunsch immer wieder neue Wege zu beschreiten. Mut, Neugier und Freude am Tun treiben die Unternehmerfamilie an.